Wer nun glaubt, Rassemixe wären die gesünderen Tiere, der befindet sich völlig auf dem Holzweg.
Dieses vereinfache Beispiel soll die Problematik erläutern:
Die Perserkatze hat hauptsächlich (zu ca. 50 % !!!) mit erbbedingten Nierenerkrankungen zu kämpfen (PKD), die Maine Coon wiederum mit Herzerkrankungen (HCM) (um für jede Rasse nur mal eine Beispielerkrankung ‘von vielen’ zu nennen).
Verpaart man nun beide Rassen “unkontrolliert” miteinander und hat als Ergebnis Maine-Coon-Perser-Mixe (die gern nur als Maine Coon verkauft werden – weil die einfach gefragter sind), dann haben diese Mixe gleich ein doppeltes Problem – nämlich die möglichen Gendefekte beider Rassen.
Beide Rassen kann man gezielt auf erbliche Belastungen für die jeweilige Erkrankung sowohl genetisch als auch per Ultraschall, Röntgen etc. untersuchen. Der seriöse Züchter setzt nur Tiere für seine Zucht ein, die diese Tests einwandfrei bestanden haben. Der Vermehrer kennt solche Untersuchungen nicht einmal, würde die Kosten dafür auch absolut scheuen und möchte sich mit diesen Themen auch gar nicht auseinandersetzen – weil er dann sein Zuchtkonzept komplett neu überdenken müsste – weil es einfach nicht finanzierbar wäre bei seinen Preisen – weil sein Geschäft auch so gut läuft – wahrscheinlich sogar besser als das der seriösen Züchter – denn aufgrund geringerer Lebenserwartung solcher Tiere ist die Nachfrage entsprechend schneller wieder da …
Fazit: Je mehr Quer-Beet-Kreuzungen (wissentlich oder unwissentlich) produziert werden, desto mehr vermischen sich auch die Gendefekte der unterschiedlichsten Rassen, die am Ende nicht mehr nachvollziehbar und erst recht nicht mehr zu isolieren sind.

Lehrreicher Beitrag. Bereichernd, wenn man sowas auch mal aus einer anderen Perspektive ansehen kann.